
Kommunale Wärmeplanung in Bötzingen
Arbeitspakete und Erarbeitung der Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planungsgrundlage für die Wärmewende in Bötzingen. Ziel ist die Ausarbeitung einer Strategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2040, wie es das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg vorsieht. Innerhalb der Projektlaufzeit von rund einem Jahr werden dabei die wesentlichen Stellschrauben für die zukünftige Wärmeversorgung untersucht. Der Fokus liegt zum einen auf der Frage, wie der Wärmebedarf der Gebäude in Bötzingen reduziert werden kann und zum anderen, wie der verbleibende Wärmebedarf auf klimaneutrale Weise gedeckt werden kann.
Mit Gemeinderatsbeschluss vom 28.02.2023 geht die Gemeinde Bötzingen die kommunale Wärmeplanung aktiv an. Das Projekt wird im Konvoi mit den Gemeinden March, Umkirch, Gottenheim, Eichstetten und Bahlingen durchgeführt. Für die Durchführung dieser komplexen Aufgaben hat die Kommune die Badenova Netze GmbH beauftragt.
Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung soll darlegen, wie sich die Energiepotenziale und der Energiebedarf systematisch in Einklang bringen lassen. Diese Strategiefindung findet in folgenden fünf Schritten statt:
(1) Eignungsprüfung (wird nachgeholt)
(2) Bestandsanalyse
(3) Potenzialanalyse
(4) Zielszenario
(5) Umsetzungsstrategie
Begleitet werden diese Schritte durch ein Beteiligungs- und Kommunikationskonzept, um alle relevanten Akteure vor Ort sowie Bürgerinnen und Bürger in Bötzingen zu informieren und zu beteiligen.
Zum Jahreswechsel hat der Konvoi auf das neue Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG) umgestellt. Mit dem Übergang auf die bundesrechtlichen Vorgaben sowie die novellierten Landesregelungen nach dem KlimaG BW 2025 ergeben sich inhaltliche und methodische Anpassungen gegenüber dem ursprünglich geplanten Vorgehen. Ziel bleibt weiterhin, eine verlässliche und zukunftsorientierte Wärmeplanung für die Kommune zu entwickeln. Weitere allgemeine Informationen zu den Inhalten der kommunalen Wärmeplanung werden vom Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) bereitgestellt.
Mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung kommen Kommunen ihrer im WPG formulierten Pflicht nach und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende. Für die Erfüllung dieser Aufgabe werden die Kommunen mit finanziellen Mitteln vom Land unterstützt.
Aktueller Zwischenstand
(1) Am 22.10.2024 war der offizielle Start der kommunalen Wärmeplanung im Konvoi mit der Kickoff-Veranstaltung im Rathaus in Bötzingen.
(2) Wärmerelevante Daten wurden in den Kommunen erhoben sowie anschließend in einem digitalen Zwilling aufbereitet und analysiert.
(3) Es wurden die lokalen technisch-wirtschaftlichen Potenziale für erneuerbare Energien geprüft sowie Einsparungspotenziale berechnet.
(4) Die Zwischenergebnisse wurden den jeweiligen Verwaltungen vorgestellt und mit lokalem Wissen ergänzt. Am 16.09.2025 wurden die ersten Ergebnisse - die Ergebnisse der Bestands- und Potentialanalyse - in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vorgestellt. Die Präsentation der Badenova GmbH können Sie mit dem Link weiter unten herunterladen.
(5) Es wurden Eignungsgebiete für die zentrale und dezentrale Wärmeversorgung definiert. Derzeit werden Zielszenarien für die Gemeinden ausgearbeitet.
(6) In einem interkommunalen Beteiligungsworkshop wurde der aktuelle Sachstand, das Zielszenario und die Zukunft des Gasnetzes vorgestellt und diskutiert sowie erste Maßnahmenideen erarbeitet, die die Wärmewende in den Kommunen voranbringen sollen.
Bei Fragen und Anmerkungen rund um die kommunale Wärmeplanung in Bötzingen wenden Sie sich an die Klimaschutzmanagerin Dr. Laura Müller. Sie erreichen Sie telefonisch unter der 07663-931029 oder per Mail an laura.mueller@boetzingen.de.






