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Bötzinger Energiegespräche 2018 - Rückblick

Am Mittwoch, 24.01.2018 informierte Rudolf Schiller von der EnBW Stuttgart im Feuerwehrhaus über
 
1. Das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom
2. Die Anforderungen der EU-Gebäude-Richtlinien
3. Gebäudeenergiegesetz (GEG)

1. Mieterstromgesetz
In Deutschland gibt es ca. 1,7 Mio. Gebäude mit PV-Anlagen auf dem Dach. 66 % der befragten Mieter können sich vorstellen Mieterstrom zu beziehen.
Das Mieterstromgesetz ermöglicht die Gleichstellung der Mieter bei der Energiewende. Es ist seit 25. Juli 2017 in Kraft. Gefördert werden nur neu in Betriebe genommene Solaranlagen bis max. 100 kWp auf oder an einem Wohngebäude. Der Strom darf nicht durch ein Netz geleitet werden. Für den direkt verbrauchten Stromanteil erhält der Anlagenbetreiber einen Mieterstromzuschlag in Höhe von 3,7 ct/kWh. (Die gesetzliche EEG-Förderung seit 1.7.2017 beträgt 12,2 ct/kWh bis 10 kWp.) Beim Bezug von Mieterstrom entfallen Netzentgelte und Umlagen wie Stromsteuer und Konzessionsabgabe. Der Mieterstromvertrag darf nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt werden. Die Preisobergrenze für den Mieter liegt bei 90 % des Grundversorgungstarifs.

 
2. EU-Gebäuderichtlinie
Die Mitgliedsstaaten der EU haben ihre Bauvorschriften so anzupassen, dass ab dem Jahr 2021 nur noch Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Es sollen langfristige Sanierungsstrategien eingeführt und das große Einsparpotential im Gebäudebestand genutzt werden. Der Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität in allen Gebäuden soll unterstützt werden. Aufladestationen sollen gefördert werden.

 
3. Das neue Gebäudeenergiegesetz
Im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollen das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengefasst werden.
Ab 1. Januar 2019 sollen alle öffentlichen Gebäude und ab 1. Januar 2021 alle privaten Gebäude als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Ihr sehr geringer Energiebedarf soll im Wesentlichen aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Als wirtschaftliche Lösungen bieten sich Luft-Wasser-Wärmepumpen, Blockheizkraftwerk, Brennstoffzelle und Gas-Brennwerttechnik an.