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Bürgerempfang zu Neujahr wieder gut besucht

Der Einladung der Gemeinde Bötzingen Bürgerempfang zu Neujahr folgten rund 300 Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste in die Festhalle.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielten neun Personen eine Ehrung für überregionale Erfolge im sportlichen Bereich.

Rückblick und Ausschau beim Bürgerempfang zu Neujahr
 
Bürgermeister Dieter Schneckenburger begrüßte die zahlreichen Gäste in der Festhalle beim Bürgerempfang zu Neujahr mit dem Wunsch, dass das Gefühl des Neuanfangs allen Energie und Mut verleiht im Jahr 2018 etwas Neues zu wagen oder Dinge neu zu denken. Das sei eine gute Voraussetzung, um weiter zu kommen, sowohl persönlich wie auch in unserer Gemeinde.
 
Für einen festlichen Rahmen sorgten die Bläsergruppe der Musikschule im Breisgau unter der Leitung von Dominik Ullrich und die Tänzerinnen und Tänzer der Rock’n‘Roll-Abteilung des Turnvereins Bötzingen unter der Leitung von Claudia Baldenhofer. Nach dem offiziellen Teil klang der Empfang mit einem Umtrunk und Neujahrsbrezeln aus.
 
 Mit einem Blick nach Berlin, wo seit Monaten um eine neue Bundesregierung gerungen wird, eröffnete der Bürgermeister seine Ansprache: „Es wird für die Kommunen von Bedeutung sein, welchen Stellenwert diese in der künftigen Politik der Bundesregierung einnehmen.“ Rückblickend auf das vergangene Jahr stellte der Bürgermeister fest, dass es noch nie in der Geschichte der Gemeinde Bötzingen so viele Arbeitsplätze gab. Diese seien in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 60 % gestiegen und betragen jetzt 3.614.
 
Eine bedeutende Baumaßnahme in den Jahren 2017/18 nannte er die Sanierung des Rathauses. Neben dem Einbau eines Aufzuges und Brandschutzmaßnahmen wie beispielsweise einem zweiten Treppenhaus, Wärmedämmmaßnahmen sind weitere umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. So hat sich in vielen Bereichen wie zum Beispiel im Dachgebälk eine marode Bausubstanz herausgestellt.
 
In der Gemeindepolitik soll niemand vergessen werden. Der Bürgermeister und der Gemeinderat haben die Anliegen und die Probleme aller Einwohnerinnen und Einwohner, aller Vereine und Firmen im Auge, betonte Schneckenburger und fügte an: „Bötzingen soll ein guter Ort für alle zum Lernen, Wohnen und Arbeiten sein.“ Deshalb sei vorgesehen im Jahr 2018 ein Gemeindeentwicklungskonzept zu erstellen, in dem die Bevölkerung eingeladen ist aktiv sich einzubringen. In der Konzeption sollen die Handlungsfelder: Städtebauliche Entwicklung, Wirtschaft und Nahversorgung, Bildung, Wohnen und Leben, Verkehrsinfrastruktur, grüne Freiräume, sowie Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz einbezogen werden.
 
Eine weitere Priorität im Jahre 2018 stellen die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen dar. Hier sollen weitere Investitionsanreize geboten werden. Konkret beginnen in wenigen Tagen die Erschließungsarbeiten des neuen Gewerbegebietes „Frohmatten II“ sowie im 2. Bauabschnitt des Wohnbaugebietes „Nachtwaid V“. Ganz oben auf der Agenda stehen nach wie vor die Kinderbetreuung und die Bildung. Im Schulbereich stehen in diesem Jahr umfangreiche Investitionen an. „So werden wir unsere Wilhelm-August-Lay-Schule in Teilbereichen sanieren und noch moderner ausstatten“, erläuterte der Bürgermeister.
 
Ein zunehmend wichtiger Faktor sei das Wohnangebot geworden. „Wir brauchen mehr kleine, mehr barrierefreie, mehr preisgünstige Wohnungen für junge Familien und Alleinerziehende, sowie für ältere Menschen, die weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten aber auf Unterstützung angewiesen sind“, stellte Schneckenburger fest. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, wird sich der Gemeinderat zeitnah im Rahmen des bereits angesprochenen Gemeindeentwicklungskonzeptes mit diesem Themen befassen.
 
Eine Schlüsselstellung komme nicht zuletzt dem Thema Verkehr zu. Im vergangenen Jahr wurde die Ortsumgehung zwischen Eichstetten und Bötzingen in Betrieb genommen und führte zu einer ersten Verkehrsreduzierung in einigen Teilbereichen der Gemeinde.
Der Weiterbau der B31 West bis nach Breisach sei eine weitere Forderung der Gemeinde. „Der Öffentliche Personennahverkehr wird eine weitere Verbesserung nach Beendigung der derzeitigen Elektrifizierung der Kaiserstuhl- und Breisgau-S-Bahn erfahren“, so der Bürgermeister in seiner Ansprache und fügte an: „Es gilt aber auch die Situation für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Insbesondere die Fußgänger, Radfahrer und die Anwohner verkehrsreicher Straßen sollen nicht vergessen werden.“ Die Gemeinde wird deshalb 2018 nachhaltig für mehr Sicherheit, gerade auf den Ortsdurchgangsstraßen, sorgen müssen. Für diese Straßenabschnitte forderte der Gemeinderat Geschwindigkeits- und Verkehrsbeschränkungen ein, über die die Verkehrsbehörde noch nicht entschieden habe.
 
Im kommenden Jahr 2019 feiert die Gemeinde Bötzingen ihr 1250-jähriges Jubiläum seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Lorscher Codex. Das sei Anlass, sich der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst zu werden. Zahlreiche Programmpunkte für das Jubiläumsjahr wurden von verschiedenen Arbeitsgruppen und der Lenkungsgruppe diskutiert und stehen bereits fest. Weitere Ideen seien willkommen. Über eine Unterstützung durch Helferinnen und Helfer während des Festjahres würden sich die Gemeinde und die Vereine freuen. Es soll das ganze Jahr 2019 gefeiert werden. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist ein Festwochenende von Freitag, 31.Mai bis Sonntag, 02. Juni 2019.
Dabei soll kein außerplanmäßiges „Dorf- und Weinfest“ sondern ein „Jubiläumsfest“ rund ums Rathaus und die Schule gefeiert werden. Die sogenannte „Flaniermeile“ soll einen konkreten historischen Bezug zur Bötzinger Dorfgeschichte haben. Die Einteilung des Festgeländes ist in verschiedene Themenbereiche wie Hochzeit, Gewerbe, Landwirtschaft, Post, Verkehr, Auswanderung/Revolution 1848 und Bad vorgesehen. “Danke allen, die sich bislang ehrenamtlich an den Vorbereitungen beteiligten“, meinte Schneckenburger.
 
Der Bürgermeister bedankte sich bei allen, die sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen sowie bei denjenigen, die in Kirchen, Organisationen, Initiativen oder Unternehmen Verantwortung übernehmen und aktiv werden. Ein aufrichtiger Dank galt auch den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG für ihre Arbeit in den vergangenen 12 Monaten. Ein besonderes Anliegen war es ihm sich bei den Mitgliedern des Gemeinderates und den beiden Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters, Bernd Belle und Ulrich Barleon für die konstruktive Arbeit im vergangenen, arbeitsintensiven Jahr, zu bedanken. Er bedankte sich auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde in den unterschiedlichsten Einrichtungen für ihre gute und zuverlässige Arbeit in den vergangenen 12 Monaten.
 
 
Der Sprecher der Bötzinger Vereine, Karlheinz Meier, übermittelte die Neujahrswünsche der Vereine. Er warb dafür schon Kinder für das Engagement in Vereinen zu begeistern und dankte allen, die sich ehrenamtlich in das örtliche Gemeinwesen einbringen und der Gemeinde für die Unterstützung der Bötzinger Vereine. Im Jahr 2018 stehen das 22. Jubiläum der Stockbrunnenhexen, das 50-jährige Jubiläum des Schützenvereins und das 21. Bötzinger Dorf- und Weinfest an.
 
Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Belle überbrachte die Neujahrsgrüße des Gemeinderats und verwies auf die zahlreichen Projekte, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Er stellte heraus, dass die vergangenen Jahre sehr arbeitsintensiv waren und dankte dem Bürgermeister für sein tägliches Engagement, für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle aller Einwohner, für die konstruktive und vertrauensvolle, enge Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der gesamten Bevölkerung. Mit in den Dank bezog er auch die Ehefrau des Bürgermeisters, Gabriele Schneckenburger ein, die an unzähligen Abenden auf ihren Mann verzichten muss. Für ihr besonders großes Verständnis und ihre Geduld überreichte er an diesem Abend einen Blumenstrauß. Dankesworte galten auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde in den verschiedensten Einrichtungen.